Ursberg / 4. August 2026 - 78 Auszubildende haben an der Berufsschule und beim Berufsbildungswerk Ursberg ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Feier im Ringeisensaal wurden sie nach alter Handwerkstradition „freigesprochen“. Vierzehn von ihnen haben ihre Ausbildung im Berufsbildungswerk absolviert. 59 Schülerinnen und Schüler hatten ihre Ausbildungsstelle in Betrieben der freien Wirtschaft und nutzten das sonderpädagogische Angebot der Berufsschule. Fünf Azubis kamen von anderen Trägern beruflicher Eingliederungsmaßnahmen.
„Kraft meines Amtes spreche ich euch frei und ernenne euch zu ehrlichen Handwerksgesellen. Gott schütze euch.“ Mit diesen Worten entließ der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Günzburg/Neu-Ulm, Michael Stoll, die frisch gebackenen Gesellen und Gesellinnen in ihr Berufsleben. Der Ringeisensaal des Gymnasiums vibrierte förmlich von ausgelassenen Abschlussschülern und deren erleichterten Eltern.
Ausbildung erfolgreich gemeistert – der Weg ins Berufsleben steht offen.
Während im vorangegangenen Gottesdienst in der Franziskuskapelle der Geistliche Direktor des Dominikus-Ringeisen-Werkes, Martin Riß, die Berufswahl der Absolventen und Absolventinnen mit einer Schatzsuche verglich und sie ermutigte, auch weiterhin neue Talente, Fähigkeiten und Leidenschaften zu entdecken, ließen die Schülersprecher ihre Ausbildungszeit sehr humorvoll Revue passieren und bekannten: „Ab heute wechseln wir vom Schützling zum Mentor der nachfolgenden Lehrlinge.“ Theodor Flemisch, der Leiter des Berufsbildungswerkes, hob in seiner Ansprache die Höhen und Tiefen eines Ausbildungslebens hervor und beglückwünschte die Absolventen zu ihrem Durchhaltevermögen: „Damit habt ihr den Nagel auf den Kopf getroffen.“
Zweimal Traumnote 1,0
Unter den Absolventinnen und Absolventen, die zur feierlichen Zeugnisübergabe auf die Bühne kamen, zeigte sich die große Bandbreite der Ausbildungsrichtungen – von Agrarwirtschaft und Ernährung über Bau-, Holz- und Farbtechnik bis hin zu Wirtschaft und Verwaltung sowie Metalltechnik. Schulleiter Thomas Miller würdigte dabei herausragende Leistungen. Für das beste Berufsschul-Abschlusszeugnis in einer Vollausbildung mit der Traumnote 1,0 wurden Lisa Völk (Verkäuferin) und Moritz Weber (Maurer) ausgezeichnet, eine Ehrung, die im Bereich der Fachpraktiker-Ausbildung Lena Klaus (Werkerin im Gartenbau) und Manolito Hammerschmidt (Fachpraktiker Maler und Lackierer) erhielten. Glückwünsche und ein kleines Präsent gingen zudem an zwei Absolventinnen und Absolventen mit besonderen Erfolgen bei den beruflichen Abschlussprüfungen: Moritz Weber wurde Jahrgangsbester der Bau-Innung Günzburg-Krumbach. Annemarie Schalk erzielte in der dualen Ausbildung zur Hauswirtschafterin das beste Prüfungsergebnis in Nordschwaben.
Praxisnahe und intensive Ausbildungsbegleitung
Das Berufsbildungswerk (BBW) und die Berufsschule Ursberg ermöglichen Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf eine Berufsausbildung. Die Handwerksbetriebe des DRW stellen dafür praxisnahe Ausbildungsstellen bereit. Die enge Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Berufsbildungswerk ist dabei für viele Auszubildende der Erfolgsgarant. Beide Institutionen verfolgen das gemeinsame Ziel, junge Menschen bestmöglich und unabhängig von individuellen Voraussetzungen auf das Berufsleben vorzubereiten. Dieser Zielsetzung folgt die Berufsschule auch als dualer Partner in der Zusammenarbeit mit regionalen Ausbildungsbetrieben. Deren Auszubildende machen den Großteil der Schülerinnen und Schüler aus.