Berufsschule Ursberg stellt  Erlebnisstationen zum Sinnengarten her!

"Eine Aktivausstellung zur Förderung der Sinne!"

Entstehung und Hintergründe

Die Stationen
Einsatzmöglichkeiten
Ausleihbedingungen

 

Erster Einsatz der Drehscheiben während des Sommerfestes 2004

Die Idee, eine Aktivausstellung zur Sinnesförderung für das Dominikus- Ringeisen-Werk herzustellen, wurde an der Ursberger Berufsschule geboren. Hier wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Suchtprävention auch die Sinnesschulung in den Mittelpunkt gestellt. 

Hugo Kükelhaus (1900-1984) entwickelte das Konzept der „Erfahrungsfelder für die Entfaltung der Sinne“ und produzierte eine Vielzahl an geeigneten Objekten. Dies wiederum hat das Gesundheitsamt in Bamberg aufgegriffen und in eine mobilen Aktivausstellung umgesetzt. Hierbei handelt es sich um mehrere Erlebnisstationen, die einen starken Aufforderungscharakter besitzen. Jede Station spricht andere Sinnesorgane an und lädt die Besucher ein, sich auf Grundwahrnehmungen zu konzentrieren und die Bedeutung der Sinne bewusst zu erfahren. In der Gesundheitserziehung basiert dies auf folgender Grundlage: Wer einfache Wahrnehmungen erleben und genießen kann, gerät weniger in Gefahr, sein Bedürfnis nach Erlebnissen durch Ersatzmittel zu stillen.

Sich selbst und andere wahrzunehmen, seine Umwelt zu begreifen, dies funktioniert ausschließlich über die verschiedenen Sinne, die uns Menschen zur Verfügung stehen: SEHEN; HÖREN; RIECHEN, SCHMECKEN, TASTEN, SPÜREN/FÜHLEN, AHNEN. Fehlt uns Menschen nur einer dieser Sinne, oder ist das entsprechende Sinnesorgan in seiner Funktion eingeschränkt (am eindrucksvollsten durch das Auge nachzuvollziehen), können wir unsere Umwelt nur noch in Teilen wahrnehmen.

In unserer heutigen Zeit werden wir Menschen vielfach auch mit einem anderen Phänomenen konfrontiert - der Überreizungen der Sinne. Denken wir dabei an die Techno-Generation mit den extremen akustischen und optischen Reizen, die Berieselung durch Werbeeffekte und die vielfach allgegenwärtige Geräuschkulisse durch den Verkehr.

Sinnesausstellungen haben zur Zeit Hochkonjunktur, ob sie nun am Tag der offenen Tür einer Einrichtung, auf der Wörther Wiese in Nürnberg, oder im Jordanbad bei Biberach/Riss zu finden sind. Die Besucher begeistern sich in der bewussten Wahrnehmung ihrer Sinne. So mancher Lacher ist aus der Zerrspiegelecke zu hören. Staunen auf den Gesichtern zu lesen, wenn Drehscheiben rotieren und kreisenden Hände zu sehen, um Summsteine zum Klingen zu bringen.

Auch die Berufsschule zur Sonderpädagogischen Förderung des Dominikus Ringeisenwerkes hat seit kurzer Zeit eine eigene kleine mobile Sinnesausstellung, die im Schuljahr 2003/04 zu einem großen Teil von Schülern und Lehrern der Berufsschule Ursberg erstellt wurde.

In einem übergreifenden Projekt arbeiteten die Fachbereiche  mit den Fachlehrern Roland Strehler und Luis Leichtle (Metall), Markus Höbel und Ottmar Finkele (Holz) und Harald Madel (Farbe) mit ihren Schülern Hand in Hand um die Idee einer einrichtungseigenen Sinnesausstellung zu verwirklichen.

Beteiligt waren aber auch das Berufsbildungswerk mit der Schreinerei und der Malerei, sowie Manfred Seywald (St. Martin) und der Töpfer Stefan Pilz (Abteilung Freizeit). Etwa 40 Personen haben ca. 500 Arbeitsstunden aufgewendet um die verschiedenen Ausstellungselemente entstehen können zu lassen. Verwirklicht werden konnte dies nur durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln. Den größten Teil der Materialkosten hat die Berufsschule durch Spenden selbst aufgebracht. Den großen Gong sponserte das Landratsamt Günzburg, vertreten durch Frau Antonia Wieland, die bei der Suchtprävention ebenfalls mit Sinneserfahrungen arbeitet.  

 

Zwei Auszubildende der Berufsschule bei der Erstellung der Drehscheiben

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Der SINNENGARTEN   -  6 Stationen

1. Die Zerrspiegel:  Die vier verschieden geformten Spiegel lassen den Betrachter scheinbar veränderte

                                    Körperbilder erfahren.

Sorgen immer wieder für Lacher bei den Besuchern – die vier Zerrspiegel.

 

2. Die Drehscheiben:     Durch die drei Drehscheiben, mit ihren unterschiedlichen Mustern werden optische

                                            Phänomene gezeigt.

Die Drehscheiben gaukeln unserem Auge etwas vor.

 

3. Der Gong: Beim großen Gong geht es nicht um akustische Reize. Durch die entstehenden Schwingungen wird

                         vor allem der Tastsinn in den Händen, aber auch des ganzen Körpers angesprochen.

Nicht nur für die Ohren in der Ausstellung – der Gong – 
Töne lassen sich auch auf der Haut spüren!

 

  4. Die Fußfelder:  Über die Füße die verschiedenen Beläge zu erfühlen ist das Ziel dieses Objektes.

Fußfelder mit dem unterschiedlichem Untergrund

 

5. Die Summkugel: Mit selbst erzeugten Tönen wird in der schön gestalteten Summkugel eine Resonanz

                                    ausgelöst, die den Kopf bzw. den  ganzen Körper in harmonische Schwingung versetzt.

                                    Die Aufhängung ist so konstruiert, dass auch Rollstuhlfahrer sie benützen können.

Die schön gestaltete, rollstuhltaugliche Summkugel.

 

6. Die Duftsäule: Gerüche beeinflussen unser Befinden, unsere Gefühle oder rufen Erinnerungen hervor.

                                Die Duftsäule präsentiert die 7 Grunddüfte.

Die 7 Grunddüfte sind in der modernen Holzsäule gestalterisch integriert.

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Einsatzmöglichkeiten können vielfältiger Art sein.

Im Vordergrund steht natürlich die gezielte Förderung der verschiedenen Sinne. Vor allem im Behindertenbereich kann die Ausstellung zur Förderung der elementaren Wahrnehmung und bei der basalen Stimulation genutzt werden. Einsatz finden könnte die SINNENGARTEN- Ausstellung bei Präventionsveranstaltung zur Gesundheitserziehung. Bei Öffentlichkeitsveranstaltungen (Einweihung, Tag der offenen Tür, Infoveranstaltung, Aktionstage, Feste und Feiern) dient die Ausstellung als Publikumsmagnet, zur sinnvollen Unterhaltung und als zielgerichteter Informationsträger

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Ausleihbedingungen

Durch die Berufsschule kann die Ausstellung an die Ursberger Einrichtungen und Häuser entliehen werden. Damit nicht nur die Menschen des Dominikus-Ringeisenwerks davon profitieren, sind die Organisatoren des „SINNENGARTENS“ bereit, die Ausstellung auch außerhalb der Einrichtung zu verleihen.

Die aktuellen Ausleihbedingungen bitte momentan telefonisch im Sekretariat 08281 / 921089 erfragen.                                     

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